Also, nicht um 04.30 Uhr (MORGENS!!!!!!) raus, sondern wie immer erst gegen halb neun Uhr. Als erstes fuhren wir durch den Tunnel Richtung Flateyri, ein wie Sudureyri kleines, fast verschlafen wirkendes Fischerdorf in einem Fjord. Wir fuhren und spazierten ein wenig durch den Ort. Wie im vorherigen Eintrag kurz angesprochen, gab es in Flateyri am frühen Morgen des 27. Oktober 1995 ein schweres Schneelawinenunglück, bei dem 20 Menschen starben. Vor der Kirche in Flateyri liegt ein großer Stein, auf dem die Namen der Toten eingraviert sind. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir Vater und Sohn, die gemeinsam starben. Und eine junge fünfköpfige Familie, das jüngste Kind war gerade ein Jahr alt.
Ein Foto vom Önundarfjördur in Richtung Flateyri. Der Schornstein am rechten Rand gehört zum Versuch des Wiederaufbaus der abgebrannten, ehemals größten Walfangstation Islands, im Hintergrund ist Flateyri zu sehen.
Und der Fjord in die andere Richtung. Auch bei nicht idealem Wetter ist Island beeindruckend.
Wir fuhren weiter in eine uns bekannte Richtung, nämlich nach Phingeyri. Hier hatten wir beim letzten Mal großartige drei Stunden beim Reiten erlebt und wollten wieder ähnliches genießen. Je näher wir dem Ort kamen, desto feuchter wurde es von oben... Wir sind ja nicht aus Zucker, also ab in die Reithose und die Regenjacke und rauf auf Gapur. Mit uns beiden ritten noch zwei Frauen und ihre Teenagersöhne aus Amerika, hat alles irgendwie gepasst, trotz Regens.
Zum Aufwärmen und Trocknen fuhren wir ins Cafe Simbahöllin, das auch die Reittouren organisiert, die haben dort immer noch hervorragende Waffeln.
Auch die anschließende Station war ein bekannter Ort vom letzten Mal. Wir wollten den wunderschönen Garten Skrudur in voller Blüte erleben, nachdem wir in beim letzten Mal leider nur in den letzten Zügen des Winters erleben konnten.
Und so sah er jetzt aus.
Selbst das Gewächshaus war offen und wir konnten uns endlich im Gästebuch eintragen. Gästebücher sind ganz wichtig in Island.
Maggikraut gibt´s auch auf Island.
Man muss wahrscheinlich ein kleiner starker Galliert sein, um auf Island als Kartoffel zu überleben.
Danach ging´s "nach Hause" nach Sudureyri. Leider war das Tjörohusid komplett ausgebucht, Elias vom Fisherman besorgte uns aber einen Tisch im kleinen feinen Edinborg in Isafjördur. Der Fang des Tages war lecker. Und dann ging´s früh ins Bett, sollte ja schließlich ne kurze Nacht werden.








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