Tuesday, March 17, 2009

Aller guten Dinge sind drei, erste Abschiede und los geht´s

Aller guten Dinge sind drei

Am Freitag kam ich ein drittes Mal in den Genuss eines Konzertes im Sydney Opera Houses. Dieses Mal war es ein Auftritt des Leipziger Thomanerchores auf seiner ersten Australientour im Rahmen einer Konzertreihe des Opernhauses, welche sich „Tea and Symphony“ nennt. Diese Konzertreihe findet in unregelmäßigen Abständen Freitag Vormittag statt, beginnt um 10 Uhr mit Teetrinken und fantastischer Aussicht auf die Harbour Bridge und setzt sich fort um 11 Uhr mit einem Konzert, welches meist eine bis anderthalb Stunden dauert.

Ich hatte wieder das Glück, zwei Karten von Philipps Ehefrau zu bekommen, dieses Mal war meine Kollegin Silke, aus Hamburg stammend und seit 5 Jahren ohne Heimweh in Sydney lebend, meine Begleitung. Sie kam direkt aus dem Büro, ich hatte sozusagen den Vormittag freibekommen. Besonderes Highlight, während ich auf den Stufen des Opernhauses wartete, war der Anblick der HMAS Sydney und anderer Boote der australischen Marine. Die Salutschüsse bei meiner Ankunft fand ich recht passend ;)


Erste Abschiede

Im Anschluss an das Konzert fand mein Abschiedslunch mit den Anwälten und Assistentinnen meiner Abteilung bei Sprusons statt. Die Kanzlei wird mir fehlen, fachlich und menschlich war es eine Erfahrung, die allein schon die Reise wert war.

Zu Hause in Tamarama fand dann gleich das nächste Abschiedsessen statt, auf meinen Wunsch hin ein Barbie, weil ich noch einmal Känguru essen wollte. Ulli und Lindsey kamen vorbei, dazu noch Eric und Ian und, wie hier so üblich, ein paar Freunde von Dave aus seinem Rettungsschwimmerclub schauten auch noch vorbei. War herrlich gemütlich und dauerte auch entsprechend lange.

Vermutlich werden sich jetzt einige fragen, wieso ich jetzt schon Abschied nehme von Kanzlei und Mitbewohnern, schließlich bleibe ich ja bis Ende März in Australien. Des Rätsels Lösung ist, dass ich beim Kammergericht zwei Wochen Urlaub eingereicht (und genehmigt) bekommen habe, um die Gelegenheit zu nutzen, Australien zu bereisen. Deshalb zog ich auch am Sonntag mit meinem großen Koffer bei Lindsey ein, um die Miete für die restlichen zwei Wochen zu sparen.

Natürlich werde ich ihr nicht die ganzen zwei Wochen auf die Nerven gehen, sondern jeweils nur zwei Nächte vor und nach meiner Reise, welche unter dem Namen Walkabout läuft. Als Walkabout wird traditionell die Wanderung junger männlicher Aborigines bezeichnet, welche den Übergang ins Erwachsenenalter markiert. Nun bin ich weder männlich noch Aborigine, dafür hoffentlich bereits halbwegs erwachsen, aber ich lerne die Wildnis auf dieser Reise kennen.

In ein paar Stunden geht es los, ich werde von Sydney nach Darwin im Norden Australiens fliegen. Morgen früh beginnt eine Tour, die mich in sieben Tagen nach Alice Springs führen wird, mit Stationen unter anderem im Kakadu National Park, Kata Juta und Uluru (der traditionelle Name des Ayers Rock). Ich freue mich besonders darauf, in einem Swag (eine Art Schlafsack) unterm Sternenhimmel zu schlafen. Da es im Outback kein störendes Großstadtlicht gibt, werden die Sterne umso heller strahlen.

Nach zwei Tagen in Alice Springs werde ich mit dem Zug, The Ghan, innerhalb von 24 Stunden nach Adelaide an der Südküste Australiens fahren. Bin gespannt, wie abwechslungsreich das Outback auf dieser Fahrt sein wird.

Nach einer Nacht in Adelaide geht es dann entlang der Great Ocean Road mit der nächsten Tour in drei Tagen nach Melbourne und schließlich mit dem Flieger wieder zurück nach Sydney. Und dann ist es ja auch bald wieder Zeit für mich, meinen großen Koffer mitsamt meiner Wenigkeit in Richtung Deutschland zu bewegen.

Unterwegs sollte ich gelegentlich die Möglichkeit haben, das Blog zu aktualisieren, selbst im Outback gibt es mittlerweile Internet.

Und los geht´s...

Wednesday, March 11, 2009

Ach ja...

Direkt vom Büro aus gingen Lindsey und ich segeln, es war mein erstes Mal auf einem Segelboot und ich hatte eine fantastische Zeit. Es lief so ab, dass wir im Segelclub ankamen und unsere Namen auf einer Liste eintrugen, um auf Boote zu kommen, die an der heutigen Clubregatta teilnahmen. Ist relativ problemlos und sehr entspannt, ist schließlich Australien.

Ich teilte dem Skipper meines Bootes mit, dass ich noch nie segeln war. Daraufhin bestand meine Aufgabe an Bord darin, gut auszusehen. Ich habe mir Mühe gegeben, diese Aufgabe zu erfüllen:

Dann kam ich nach Hause und schlug mit Hilfe von Lindsey die Ergebnisse meines schriftlichen Examens nach. Das war das Resultat, nachdem ich es gesehen hatte:

Friday, March 6, 2009

Mein hartes Leben in Sydney

Ich habe es wirklich schwer hier. Gestern musste ich mich entscheiden, wie ich lieber meinen Samstag verbringen würde. Zur Auswahl stand zum einen ein erneuter Ausflug in die Blue Mountains zusammen mit Ian und Eric, dieses Mal mit Daves Freundin Susan als erfahrene Reiseleiterin, da sie dort aufgewachsen ist. Die andere Option war auch eine Wiederholung, nämlich ein Besuch im Sydney Opera House, bei dem das Sydney Symphony Orchestra unter der Leitung von Aschkenasi Dvoraks Geigenkonzert und die 10. Sinfonie von Schostakowitsch spielen wird. Ich habe mich für die Kultur entschieden.

Mittlerweile habe ich auch erfahren, dass der Ausflug in die Blue Mountains verschoben worden ist, weil Ian und Eric die guten Surfbedingungen in Bondi am Wochenende nutzen wollen, so dass ich vielleicht nächstes Wochenende doch noch einmal in den Genuss der Blue Mountains kommen könnte.

Und dann war mein heutiger Abend auch extrem anstrengend. Seht, wie ich leide...

Lindsey ist Mitglied in einem Segelclub und wir beschlossen auf dem Heimweg spontan, dass man den Abschluss einer mehr oder minder anstrengenden Arbeitswoche eben dort mit Rum Cola begießen müsse. Es war einer unser besseren Einfälle, den wir entsprechend gefeiert haben. Wie man am Schal sehen kann, war mir leicht kalt, 25 Grad sind nur knapp ausreichend.

Sunday, March 1, 2009

Die Freuden eines Sonntags

Keine Ahnung, ob sich hier irgendwer für Rugby und das aktuell stattfindenden Six Nations Turnier interessiert, aber ich freue mich gerade riesig, dass Irland England 14 zu 13 geschlagen hat.

Und ich freue mich noch mehr darüber, gerade die neue U2 CD zu hören. Danke an meine Eltern :)