Sudureyri ist ein Fischerörtchen und unser Guesthouse hieß auch noch Fisherman´s Guesthouse, was lag also näher, als während unseres Aufenthaltes dort "irgendwas mit Fischen" zu machen. Zu unserem Bedauern war die Mitfahrt auf einem Fischerboot leider nicht möglich, das hätten wir vorher organisieren müssen. Was aber ohne langen Vorlauf ging, war ein Besuch der örtlichen Fischfabrik. Es war interessant zu sehen, wie der fangfrische Fisch vom Hafenbecken nebenan komplett verarbeitet wird. Jedes Fitzelchen Fisch wird genutzt, Haut und Gräten werden zu Fischmehl verarbeitet und gehen nach Dänemark, die Köpfe werden getrocknet und nach Afrika verschifft, wo daraus Suppe gekocht wird. Das Fleisch wird je nach Bestellungen, Größe und Qualität als Frischfisch ausgeflogen oder geschnitten und tiefgefroren. Die Ladung, die während unserer Führung verarbeitet wurde, landet zu je 6 Filets tiefgefroren in Supermärkten in den USA.
Anschließend fuhren wir in den nächstgrößeren Ort Isafjordur, besuchten das kleine, aber feine und interessante Museum der Westfjorde und machten einen kleinen Spaziergang durch den Ort. In der wohl besten Bäckerei am Ort deckten wir uns mit leckeren Schweinereien für den Tag ein, Isländer können sehr gut süße Teilchen.
Das Thema Fische zog sich weiter durch den Tag, denn wir fuhren weiter den Fjord entlang nach Bolungarvik und besichtigten Osvör. Osvör ist der Nachbau einer Fischeransiedlung, bestehend aus der Fischerhütte, einem Lagerschuppen und einem Trockenhaus, an gleicher Stelle, in der während der Wintermonate Bauern wohnten und Fischfang betrieben.
In Bolungarvik trennten sich dann Janis und ich für eine halbe Stunde. Ich ging ins örtliche Schwimmbad und wärmte mich im Whirlpool auf, Janis fotografierte. Anschließend machten wir den kleinen Hafen unsicher und bewunderten mal wieder den Fang eines Fischerbootes. So ein frischgefangener Seeteufel sieht Klasse aus.
Zurück in Sudureyri folgte Teil 3 des Tagesthemas Fisch. Im Guesthouse liehen wir uns zwei Angeln aus und stellten uns ans Hafenbecken um zu "blinkern". Das erste Mal, das ich eine Angel in der Hand hielt und den Haken ins Wasser warf, führte zu diesem Ergebnis:
Mein Fotograf hatte selbst grad nen Fang an der Angel, weshalb er sich nicht so sehr auf die Aufnahme konzentriert hat. Aber da links unterhalb der Mauer, da ist der erste Fang meines Lebens. Nicht besonders groß, aber selbst gefangen. Gleich nach dieser Aufnahme landete er wieder im Wasser. Mein zweiter Fang war schon deutlich größer, aber auch da war Janis wieder mit seiner eigenen Angel beschäftigt.
Nach Abendessen und Feierabendbier lockte uns die ungewohnte Helligkeit (Sonne!) ans Ende des Fjordes, wo uns um 23.00 Uhr Ortszeit dieser Anblick erwartete.
Statistik: Hot Pots: 0,5 (war kein echter draußen in der Natur, deshalb zählt er nicht ganz), km-Stand: 3.72,1








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