Tuesday, October 11, 2011

Boston und nichts wie raus aus den Großstädten

Ankunft in Boston - 08.10.2011

Manchmal haben Klimaanlagen wirklich etwas für sich, beispielsweise an Tagen, bei denen das Thermometer 26 Grad Celsius anzeigt und man einen schweren Koffer vom Bahnhof zum Hotel ziehen muss. Aber immerhin, wir fanden unser Hotel sehr schnell und konnten im Starbucks in der Lobby das Internet nutzen, während wir darauf warteten, dass unser Zimmer fertig wurde. Unser Hotel war ein riesengroßes und vor allem hohes Marriott im Stadtteil Back Bay mit passabler Aussicht, allerdings könnten sie mal wieder die Fenster putzen.

Nach Bezug des Zimmers und einer wohlverdienten Dusche gönnten wir uns noch etwas Bewegung und liefen hinunter zum Charles River. Wir verzichteten auf die Gondelfahrt in den Sonnenuntergang.


Nach dem Abendessen verbrachten wir einen typischen amerikanischen Abend, eiskaltes Bier und College Football im Fernsehen, das Fernsehgerät im Zimmer war groooß. Aber nicht so groß wie meiner zu Hause.

Freedom Trail, meine Füße hassen mich - 09.10.2011

Boston ist eine Stadt mit nicht ganz unbedeutender Geschichte. Die Stadtväter haben es den zahlreichen Touristen einfach gemacht und eine rote Linie entlang der wichtigsten und historisch bedeutsamsten Sehenswürdigkeiten gezogen. Das Ganze nennt sich Freedom Trail und ist ungefähr vier Kilometer lang. Etwas anstrengend bei an diesem Tag 28 Grad Celsius und strahlend blauem Himmel, aber wir sind so langsam im Training. Der Beginn des Freedom Trails wird von einem Squirrel bewacht.

Auf einem der drei Friedhöfe entlang des Freedom Trail wollen sie offensichtlich keine neuen Bewohner.

Es gibt unendlich viel zu sehen und wenn man mit den Augen nicht nur an der roten Linie auf dem Gehweg klebt, sieht man auch solche Schilder.

Hier eine kleine Gasse im North End, um die Ecke fand zu dem Zeitpunkt eine Parade von Italienern statt. Der Grund für die Parade wurde uns nicht klar, aber in den USA veranstaltet ja jeder alle Nase lang eine Parade.

Diese Kirche, die Old North Church, spielte eine nicht unbedeutende Rolle im Unabhängigkeitskrieg.

Lustig fand ich den Hintergrund für die insgesamt vier Holzengel auf der Orgelempore. Diese befanden sich ursprünglich auf einem französischen Schiff, welches aber leider das Opfer der Begierde eines Piraten wurde. Dieser Pirat wiederum fand die Engel herzallerliebst und brachte sie seiner Heimatkirche mit, welche ihm wiederum aus Dankbarkeit eine Plakette anbrachte, die die ganze Geschichte leicht geschönt erzählt.


Hinter der Old North Church befindet sich der Copp´s Hill Burial Ground, zweitältester Friedhof von Boston mit herrlichem Ausblick auf den Stadtteil Charlestown und schönen alten Gräbern.

Bis zum Ende des Freedom Trails wollten wir unsere müden Knochen dann doch nicht schleppen, stattdessen holten wir uns unterwegs Sandwiches und genossen sie in der Nachmittagssonne im Public Garden. Manchmal ist das Leben einfach nur schön.

Im Public Garden gibt es zahlreiche Denkmäler, unter anderem dieses, welches der ersten Narkose mit Äther gewidmet ist.

Beim Essen hatten wir wieder Glück mit einem Zufallsfund, wir können den Five Napkin Burger sehr empfehlen. Sehr angenehm vor allem auch deshalb, weil wir nicht die dumme Prozedur das Ausweisvorzeigens über uns ergehen lassen mussten, um ein doch recht anständiges Bier (Samuel Adams Boston Lager) zu trinken. Und weil Sonntag Abend war, lief dazu natürlich ein Football Spiel.

So haben wir uns das vorgestellt - 10.10.2011

Aus dem Auto heraus auf dem Weg nach Northfield, MA.

Und bei einem Spaziergang die Main Street entlang.

Und jetzt beginnt der gemütliche Teil.

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