Australia Day hat an und für sich den übergroßen Vorteil, dass er im (australischen) Sommer stattfindet. Im Gegensatz zum deutschen Nationalfeiertag friert man sich also nicht den Hintern ab, sondern man braucht nur einen Hut und Lichtschutzfaktor 30+.
Für mich begann der Tag damit, dass ich wunderschöne Oldtimer bewundern konnte. Keine Ahnung, ob diese auch noch in Form einer Parade bewegt wurden, jedenfalls waren sie stehend schon eine Pracht:
Auf dem Weg zu unserem erstem planmäßigen Ereignis, dem Ferrython im Hafen vor dem Opera House, stießen Ulli und ich bereits auf das zweite außerplanmäßige Highlight nach den Autos. Die Botanical Gardens halten zahlreiche Überraschungen parat, so auch heute einfach mal so einen sich frei durch die Gegend bewegenden Papagei. Ich hatte bereits gestern während meines Frühstücks so einen kleinen Freund in unserem Garten gesehen, nur leider hatte ich meine Kamera nicht in Reichweite.
So ganz begriffen habe ich den Sinn des Ferrythons nicht, bei dem vier geschmückte reguläre Passagierfähren und andere Boote gegeneinander ein Wettrennen austragen, aber einen Sinn muss das Ganze nicht wirklich ergeben – es muss nur Spaß machen und das tat es. Ich habe leider nicht mitbekommen, welches Boot gewonnen hat, aber auch das war nicht wirklich von Belang. Einen Favoriten hatte ich jedenfalls, Quietscheente:
Im Anschluss daran taten Ulli und ich das, was anständige Juristen so tun zur Mittagszeit – wir führten uns Alkohol zu. Natürlich erst, nachdem ordnungsgemäß am Einlass der Freiluftbar festgestellt worden war, dass wir auch alt genug für Alkohol, heute in Form von Cider der Marke Strongbow, waren:
Wie oben gesagt, Australia Day hat einen eindeutigen klimatischen Vorteil und so war es ein Vergnügen, durch die Gegend um die Harbour Bridge zu laufen, einem Stadtteil namens The Rocks. Hierbei handelt es sich um den ältesten Teil Sydneys, was man an den alten Gebäuden und engen Gassen noch gut erkennen kann. Anlässlich des Australia Days verwandelte sich The Rocks in eine einzige Freiluftbühne. So paradierten auf einer Straße die Chrome´s Bulls durch die Gegend. Was sie genau veranstaltet haben, lässt sich mit Worten nicht beschreiben, aber mit zwei Bildern kann ich wenigstens ansatzweise das Spektakel zeigen:
Auf Bühnen im gesamten Viertel fanden Konzerte statt und in einem Gässchen traten Chöre auf:
Und dann kam der Moment, in dem mein Hut nicht mehr Schutz gegen die nicht scheinende Sonne bot, sondern bewies, dass er wasserfest ist. Jetzt folgt auch die Erklärung für den Titel des heutigen Blogs – Kenner der Hamburger Wasserverhältnisse werden wissen, dass es einen Regen in Hamburg gibt, der die Nutzung eines Regenschirms nicht rechtfertigt, aber trotzdem dazu führt, dass man irgendwann bis auf die Knochen durchnässt ist. Eben dieser Regen begann gegen 17 Uhr und hat bis jetzt nicht aufgehört. Die Laune von Ulli und mir sank deshalb beträchtlich, anfänglich waren wir aber noch willens, dreieinhalb Stunden bis zum Beginn des Feuerwerkes auszuhalten. Wir begaben uns deshalb auch zum Ort des Geschehens, nach Darling Harbour und Cockle Bay. Dort angekommen, bot sich uns dieser Anblick:
Das war uns dann doch zu viel, so dass wir den geordneten Rückzug antraten. Dabei geholfen hat der Gedanke, dass anlässlich des chinesischen Neujahrs am kommenden Sonntag wiederum ein Feuerwerk am selben Ort stattfinden wird. Wie meine Mitbewohnerin Kim sagt, sind die Australier verrückt nach Feuerwerk.
Seit wann bist Du denn ein Mädchen und streichst vor Regen die Segel? ;o)
ReplyDeleteEs hat einfach keinen Sinn gemacht zu warten, man hätte bei dem Nebelvorhang nichts gesehen. Und da ich mir schöneres als eine Erkältung im Hochsommer vorstellen kann, habe ich mich dafür entschieden, vernünftig (wow, ich kann das Wort sogar richtig schreiben) zu sein. Ausserdem, wie oben gesagt, das war nicht das letzte Feuerwerk :)
ReplyDeleteich hatte doch die gleiche Frage, aber nun ist sie schon gestellt und beantwortet.
ReplyDeleteAnsonsten beneide ich dich um das bessere Wetter, wir haben hier seit drei Tagen grau und eklig, da macht schon Aufstehen keinen Spaß... Nicht das es mir als Langschläferin grundsätzlich keinen Spaß macht, grins