Monday, August 29, 2016

Tag 2 - Huh der SCF!

Auf Island ist der morgendliche Blick aus dem Fenster immer mit einer gewissen Spannung verbunden. Regnet´s Bindfäden oder geht´s irgendwie so? Heute morgen ging es mehr als nur so. Blauer Himmel mit schicken weißen Wolken, gut Wind, aber irgendwas ist immer. Gefällt mir besser als 35 Grad wie in Berlin. Da nehme ich doch lieber die Berliner Außentemperatur in Wasser, aber dazu später.

Drangsnes kannten wir noch vom letzten Jahr. Weil die Zeit aber zu knapp war, sahen wir vom Örtchen (existiert nur wegen der Fischfabrik) nur das Guesthouse und spazierten an den bekannten 3 Hot Pots von Drangsnes nur vorbei. Heute nach dem Frühstück spazierten wir dafür mit Muße durch den Ort.



Ich fand´s umwerfend.


Und dann wurde es Zeit zum Aufwärmen. Nicht, dass uns kalt war, aber die Hot Pots würden wir kein zweites Mal links liegen lassen.

Ich sinniere darüber nach, wie grausam es doch ist, dass der SC Freiburg in Berlin in brütender Hitze spielt und ich auf Island im Hot Pot liege.


Offensichtlich sind wir drüber hinweg gekommen.

Ordentlich durchgekocht machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Holmavik, ca 30 km weit weg. Kurz nach dem Ortsausgang von Drangsnes sahen wir vier Gestalten auf Wegesrand, mit isländischer Fahne winkend. Na gut, anhalten und ihnen sagen, dass wir nur bis Holmavik fahren, schadet nicht. Ne Minute später waren drei von vier inklusive Gepäck in Otti 2 mit uns unterwegs nach Holmavik. Da hatten sie Aussicht auf etwas mehr Mitnahmegelegenheiten als knapp am Ende der Welt. Nummer vier dürfte vom Auto hinter mir mitgenommen worden sein. War irgendwie passend, Tschechen in einem Skoda mitzunehmen.

In Holmavik besuchten wir das Hexerei-Museum. Hexerei und Zauberei, beides hauptsächlich von Männern betrieben, war im Strandir-Gebiet weit verbreitet. Das Museum ist klein und unspektakulär, aber sehr informativ. Und die Lammsuppe im Museumscafé kann auch was.

Weiter ging´s kurz in die Ausstellung zur Schafszucht auf Island im Gemeindezentrum von Saevangur, leider ohne angeschlossenen Wollverkauf. Als die Dame vom Eingang mit zwei Milchflaschen die Besucher einsammelte, weil zwei Lämmer ihre Milch brauchten, rasten alle Besucher inklusive uns hinterher. Die kuscheligen Wollknäuel saufen schneller als ich.




Und jetzt sitzen wir wieder im Malahorn in der Veranda unseres Zimmers mit Blick auf den Fjord und dem Resttageslicht, genießen unser tägliches Einstök (ein Hoch auf den Duty Free in Keflavik) und freuen uns wie Kullerkekse, dass alles so schön ist.

Statistik: die gefahrenen Kilometer werden nachgereicht, 3 Anhalter, 2 Hot Pots (ich war natürlich in beiden momentan in Betrieb befindlichen Hot Pots in Drangsnes)

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