Wednesday, May 27, 2015

Wir sind da und unterwegs

25.05. - Reykjavik und unterwegs zu den Geysiren

Wir kamen um Mitternacht in Kevlafik an und wunderten uns über den Trubel am Flughafen. Eigentlich waren wir doch nach Island geflogen, weil es dort keine Menschenmassen geben sollte. Bei den Gepäckbändern am Flughafen gibt es etwas, was ich noch nie gesehen habe, einen Arrivals Duty Free, der förmlich gestürmt wurde von den Massen. Die haben da so viel Alkohol rausgetragen wie normalerweise beim Rewe am Ostbahnhof am Samstag Abend über die Bänder geht. Da wir etwas auf unser Gepäck warten mussten, wurde ich zum Lemming und machte es den Massen nach. Einstök, als Pale Ale oder als Toasted Porter schmeckt richtig gut nach langem Flug oder langer Fahrt.

Nach ein paar Stunden Schlaf verbrachten wir ein wenig Zeit in Reykjavik... Auch dort herrschte Pfingsmontagruhe, weshalb es nur ein Foto gibt.


Wo ein Hafen, da ein Janis.

Mit dem Mietwagen ging es dann mit einer paar Schleifen zu unserem ersten Hotel in Haukadalur im Golden Circle. Ich schnappte mir die Schlüssel zum Mietwagen und genoss das Erlebnis eines Allradantriebs mit 90 km/h erlaubter Höchstgeschwindigkeit, wobei natürlich gleich am Anfang eine Schotterpiste kam.

Unterwegs gab´s dann:


Stockfisch



Das Solfatarenfeld von Seltún (mit Gerontenbesuchertruppe, was bei dem Gelände und Witterungsbedingungen von zum Teil strömendem Regen minderklug ist)  


Der Krater Kerid - mitten aus dem Nichts in der Landschaft


Blick vom Kraterrand Kerid in die Landschaft - die Landschaft in Island sorgt bei mir immer wieder für Jubelquietschkreischen. Irgendwo hopste auch ein Troll durch´s Bild.


Die Form dieses Fells (= Berg mir unbekannten Namens) erinnert mich an Uluru - bei dem war allerdings die Landschaft deutlich weniger grün

Irgendwann hatten wir unser Hotel gefunden, aßen gut und reichlich zu Abend und dann versuchte ich zu schlafen... Gott sei Dank habe ich meine Schlafmaske eingepackt, es wird hier einfach nicht dunkel.


26.05. - Golden Circle

Wir stellten sehr schnell fest, dass unser Hotel richtig gut gelegen ist. Während andere Reisende mit Bussen angekarrt werden müssen, um sich die Geysire anzuschauen, mussten wir nur aus dem Hotel fallen. 


Yep, der Geysir, der allen Geysiren den Namen gegeben hat. War gar nicht so leicht, diesen Stein ohne Touris zu fotografieren.


Geysir geht leider nicht mehr so hoch wie früher, also eigentlich gar nicht, schick sieht er aber trotzdem aus.


Dafür geht Strokkur mit sehr schöner Regelmäßigkeit in die Luft, also ungefähr alle fünf Minuten. Morgens war sein Publikum noch überschaubar, wir ergriffen die Flucht, als es voller wurde. Als wir beim Abendessen saßen, kamen grad wieder fünf große Reisebusse an...


Es gibt auch einen kleinen Geysir, ich fand den niedlich.

Wie gesagt, es wurden uns zu viele Menschen, also setzten wir uns ins Auto und fuhren zum nächsten Höhepunkt im Golden Circle, dem Thingvellir (das Th ist eigentlich ein durchgestrichenes D, was sich nicht schreiben und noch weniger vernünftig aussprechen lässt). Da gab´s zwar auch Menschen, allerdings verlief es sich ganz gut. Außerdem bewegten die sich kaum von ihren Bussen weg, was am immer wieder einsetzenden heftigen Regen und der steifen Brise gelegen haben könnte. Ein Hoch auf Funktionskleidung, yeah (*brech*).


Ja, ich bin ein Juranerd. Als erstes Bild vom Thingvellir gibt es ein Foto vom Lögberg, dem Gesetzesberg. Hier sagte der Gesetzessprecher ein Mal im Jahr beim Althing alle Gesetze des Landes auf, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht schriftlich niedergelegt waren. Wenn ich mir vorstelle, allein das BGB rezitieren zu müssen...


Die Thingvallakirkja und das Fünfgiebelhaus. Nicht zu sehen, weil wegen nur zwei Gräbern sehr leicht überschaubar, ist der Nationalfriedhof.


Die Silfraspalte, die genau zwischen der amerikanischen und der europäischen Platte liegt. Das Wasser ist unendlich klar und man kann darin tauchen und schnorcheln. Letzteres hätte ich gern gemacht, der Plan scheiterte an mangelnder Zeit.

Vom Thingvellir fuhren wir über Laugarvatn nach Skálholt, einem alten Bischofssitz. Unterwegs regnete es natürlich mal wieder, es schien die Sonne und das führte dazu:


Theoretisch hätten auch noch Fotos vom Gullfoss kommen sollen, der sich gleich in der Nähe von unserem Hotel befindet. Aber, naja, Regen halt, so viel, dass wir wegen des Wassers von oben nur einen Blick auf das Wasser unten warfen und einfach morgen auf dem Weg nach Kirkjubaerklaustur noch einmal unser Glück versuchen werden.

Beim Abendessen bekamen wir dann noch ein Kompliment - offensichtlich ist es eher ungewöhnlich, wenn Besucher den isländischen Brand Brennevin, aka Black Death, mögen. Uns schmeckt er jedenfalls und wir brauchten das uns zur Sicherheit von der Kellnerin gegebene Wasser nicht. 



No comments:

Post a Comment