Montag kamen hier in Sydney Johanna und Hafti (eigentlich Sebastian, aber ich kenne ihn fast nur als Hafti) an. Seit ungefähr einem Jahr bereisen die beiden die Welt, dabei haben die beiden hier in Australien die Möglichkeit des Work and Travel Visums (reisen und arbeiten) genutzt. Reiseberichte finden sich im sehr lesenswerten Blog „Meet the wombat“, Link hier irgendwo rechts auf der Blogseite.
Nachdem wir uns während der Woche schon ein paar Mal gesehen hatten, lud ich die beiden am Freitag Abend zu einem Barbie (australisch für Barbecue) bei mir in Tamarama ein. Dabei kam es zum herzzerreißenden Wiedersehen zwischen Johannas Sir George und meinem Hasi Popasi. Das neue Familienmitglied von Johanna und Hafti, Günter (der Streifeneulifant), fühlte sich auch sofort wohl.
Am Samstag irgendwann nach dem Aufstehen machten Johanna und ich zunächst den Paddington Market in der Oxford Street unsicher, danach trieben wir uns auf dem Markt in The Rocks herum, wo irgendwann auch Hafti zu uns stießen. In The Rocks gibt es ein Cafe, den Tara Tea Room, welches nur am Wochenende geöffnet hat und frischgebackene Scones hat!!! Ich genoss zwei Plain Scones mit Double Cream and Preserves (= Erdbeermarmelade) und Bewley´s Tea komplett mit Tea Cosy, damit die Teekanne auch ja keinen Schnupfen bekommt. Ein Paradies.
Sonntag ging es dann für mich richtig früh los, um mit Johanna und Hafti mit einem Mietwagen in die Blue Mountains zu fahren. Es dürfte etliche Leser dieses Blogs geben, die wissen, dass eine Aufstehzeit vor 7 Uhr indiskutabel für mich ist, mich um 6.30 Uhr aus dem Bett zu rollen war also alles andere als einfach. Da die Blue Mountains knapp eine Stunde per Auto von Sydney entfernt sind, eignen sie sich für Sidneysider hervorragend als Ziel eines Tagesauflugs, so dass wir einen Ansturm befürchten mussten und entsprechend früh dort sein wollten.
Durch die Blue Mountains führt eine für australische Verhältnisse recht ordentliche Straße, gelegentlich sogar zweispurig pro Richtung, auf der man nacheinander die Höhepunkte abfahren kann. Als ersten Punkt hatte Cheforganisatorin Johanna die Wentworth Falls ausgesucht. Auf dem Parkplatz war nichts von anderen Besuchern zu sehen, war ja auch erst um 9 Uhr. Was allerdings auch nicht zu sehen war, war Landschaft, also etwas anderes als Nebel. Ich hätte heulen können. Meine Vermutung (Hoffnung?) war, dass es ein warmer Sommertag werden würde, weshalb ich zwar meine Jeans anzog, aber in meinen Rucksack Shorts und Flip Flops packte, um vor Hitze nicht umzukommen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Johanna präsentiert den Nebel...
Dafür bin ich um 6.30 Uhr aufgestanden? Mit ganz viel Phantasie weiß ich, dass das beeindruckend ist, wie der Grand Canyon, nur grüner. Bei klarer Sicht!
Immerhin, man konnte einen Teil des Wasserfalls, der Wentworth Falls, erkennen.
Dank dieses Anschlages konnte ich mir wenigstens vorstellen, dass der Wasserfall groß und gefährlich ist. Australien ist echt toll, irgendwas Tödliches gibt es immer, man muss sich gar nicht anstrengen.
Die Three Sisters, die bekannteste Felsformation in den Blue Mountains. Googelt einfach, um zu sehen, wie sie ohne Nebel ausschauen.
Hat auch nicht wirklich geholfen.
Nach diesen, nun ja, berauschenden Anblicken fuhren wir nach Blackheath, wo wir mehr Nebel sahen. Wir fühlten uns wie in einem Edgar Wallace Film. Ich war so verzweifelt, dass ich mir Schokolade kaufen musste.
So langsam wurde es Mittag und wir entschieden, dass wir genug vom Nebel hatten und begaben uns so langsam auf den Rückweg. Dieser führte uns in umgekehrter Reihenfolge an den bereits besuchten Orten vorbei. Bei den Three Sisters war von den Weibern nicht mehr als vorher zu sehen. Dafür trafen wir auf Ulli und ihre Eltern, die gerade auf zwei Wochen zu Besuch bei ihrer Tochter sind und sich wie wir den meteorologisch herausfordernden Sonntag zu ihrem Besuch in dieser herausragenden Landschaft ausgesucht hatten.
Dann geschah das Wunder. Wir sahen Sonne und blauen Himmel. Und es wurde sogar noch besser, als wir erneut bei den Wentworth Falls anhielten.
Johanna präsentiert Aussicht!
Dafür bin ich aufgestanden!
Und dafür.
Das Lächeln kommt von der Landschaft, nicht von der Schoki.
Zurück in Sydney landeten wir zunächst bei Harry´s Cafe de Wheels, eine Institution seit 1938, Pies, Pasties and Sausages, die Highlights der englischen Küche. Der Tiger, ein Meat Pie mit Mash (Kartoffelpü), Peas (Erbsen) und Gravy (Sauce) , ist Klasse, besonders wenn man im Bottleshop über die Straße eine Flasche kühlschrankkaltes Cider holt (so geschehen bereits am Samstag, als wir auch schon bei Harry´s gelandet waren).
Abschließend fuhren wir mit der Fähre vom Circular Quay nach Darling Harbour und zurück, um die Harbour Bridge und das Opernhaus in Abendstimmung genießen zu gönnen. Ach ja, ein großes Schiff gab es auch, hier ist gerade Hochsaison bei Kreuzfahrten, am Donnerstag schaut die Queen Mary 2 vorbei
Harbour Bridge und großer Pott (Grüße nach Hamburg!)
Opera House (irgendwann werde ich mir auch noch ein Konzert darin gönnen).
Du hast bei den Grausamkeiten vom Sonntag noch etwas vergessen - Deine Bayern hatten wieder verloren, zu Hause gegen Köln!!!!!!!!!!!!!!!
ReplyDeleteMama, Du bist ein Staenkerfred, ich habe das Ergebnis vom Samstag aus meinem Bewusstsein gestrichen!
ReplyDeletedeine mama darf stänkern!!! schliesslich ist "ihr" verein ja wohl gerade tabellenführer. :P
ReplyDeleteach ja, und mütter haben IMMER recht!