Aller guten Dinge sind drei
Am Freitag kam ich ein drittes Mal in den Genuss eines Konzertes im Sydney Opera Houses. Dieses Mal war es ein Auftritt des Leipziger Thomanerchores auf seiner ersten Australientour im Rahmen einer Konzertreihe des Opernhauses, welche sich „Tea and Symphony“ nennt. Diese Konzertreihe findet in unregelmäßigen Abständen Freitag Vormittag statt, beginnt um 10 Uhr mit Teetrinken und fantastischer Aussicht auf die Harbour Bridge und setzt sich fort um 11 Uhr mit einem Konzert, welches meist eine bis anderthalb Stunden dauert.
Ich hatte wieder das Glück, zwei Karten von Philipps Ehefrau zu bekommen, dieses Mal war meine Kollegin Silke, aus Hamburg stammend und seit 5 Jahren ohne Heimweh in Sydney lebend, meine Begleitung. Sie kam direkt aus dem Büro, ich hatte sozusagen den Vormittag freibekommen. Besonderes Highlight, während ich auf den Stufen des Opernhauses wartete, war der Anblick der HMAS Sydney und anderer Boote der australischen Marine. Die Salutschüsse bei meiner Ankunft fand ich recht passend ;)
Erste Abschiede
Im Anschluss an das Konzert fand mein Abschiedslunch mit den Anwälten und Assistentinnen meiner Abteilung bei Sprusons statt. Die Kanzlei wird mir fehlen, fachlich und menschlich war es eine Erfahrung, die allein schon die Reise wert war.
Zu Hause in Tamarama fand dann gleich das nächste Abschiedsessen statt, auf meinen Wunsch hin ein Barbie, weil ich noch einmal Känguru essen wollte. Ulli und Lindsey kamen vorbei, dazu noch Eric und Ian und, wie hier so üblich, ein paar Freunde von Dave aus seinem Rettungsschwimmerclub schauten auch noch vorbei. War herrlich gemütlich und dauerte auch entsprechend lange.
Vermutlich werden sich jetzt einige fragen, wieso ich jetzt schon Abschied nehme von Kanzlei und Mitbewohnern, schließlich bleibe ich ja bis Ende März in Australien. Des Rätsels Lösung ist, dass ich beim Kammergericht zwei Wochen Urlaub eingereicht (und genehmigt) bekommen habe, um die Gelegenheit zu nutzen, Australien zu bereisen. Deshalb zog ich auch am Sonntag mit meinem großen Koffer bei Lindsey ein, um die Miete für die restlichen zwei Wochen zu sparen.
Natürlich werde ich ihr nicht die ganzen zwei Wochen auf die Nerven gehen, sondern jeweils nur zwei Nächte vor und nach meiner Reise, welche unter dem Namen Walkabout läuft. Als Walkabout wird traditionell die Wanderung junger männlicher Aborigines bezeichnet, welche den Übergang ins Erwachsenenalter markiert. Nun bin ich weder männlich noch Aborigine, dafür hoffentlich bereits halbwegs erwachsen, aber ich lerne die Wildnis auf dieser Reise kennen.
In ein paar Stunden geht es los, ich werde von Sydney nach Darwin im Norden Australiens fliegen. Morgen früh beginnt eine Tour, die mich in sieben Tagen nach Alice Springs führen wird, mit Stationen unter anderem im Kakadu National Park, Kata Juta und Uluru (der traditionelle Name des Ayers Rock). Ich freue mich besonders darauf, in einem Swag (eine Art Schlafsack) unterm Sternenhimmel zu schlafen. Da es im Outback kein störendes Großstadtlicht gibt, werden die Sterne umso heller strahlen.
Nach zwei Tagen in Alice Springs werde ich mit dem Zug, The Ghan, innerhalb von 24 Stunden nach Adelaide an der Südküste Australiens fahren. Bin gespannt, wie abwechslungsreich das Outback auf dieser Fahrt sein wird.
Nach einer Nacht in Adelaide geht es dann entlang der Great Ocean Road mit der nächsten Tour in drei Tagen nach Melbourne und schließlich mit dem Flieger wieder zurück nach Sydney. Und dann ist es ja auch bald wieder Zeit für mich, meinen großen Koffer mitsamt meiner Wenigkeit in Richtung Deutschland zu bewegen.
Unterwegs sollte ich gelegentlich die Möglichkeit haben, das Blog zu aktualisieren, selbst im Outback gibt es mittlerweile Internet.
Und los geht´s...
Tuesday, March 17, 2009
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tja, da hast Du ja ganz schoen was vor - viel Spass! Ich freu mich schon auf die live Berichte in Sydney
ReplyDeleteDu meinst wohl MEINEN großen Koffer. :o)
ReplyDeleteViel Spaß, laß Dich von nichts beissen und nimm genug Speicherkarten und Batterien fü die Kamera mit!
Hallo Franziska,
ReplyDeletewir dachten, wir erreichen Dich mal auf diesem Weg am besten, da wir weder E-Mail-Adresse noch Telefonnummer haben... Vielen, vielen lieben Dank für Dein Telegramm zu unserer Hochzeit!!! Wir haben uns echt wahnsinnig gefreut, Post vom anderen Ende der Welt zu bekommen und es ist auch unser erstes Telegramm.
Wir hoffen, dass Du eine gute Rückreise haben wirst und dass wir uns bald mal wieder sehen!
Liebe Grüße, Melinda und Manuel